Vor 45 Monden sorgte ein Brand dafür, dass sich der DunstClan bildete. Was für Gefahren werden nun lauern?
 
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 Mineneingang [Lager]

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Splitterherz
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BeitragThema: Mineneingang [Lager]   Mineneingang [Lager] EmptySo Nov 22, 2020 7:23 pm

Der nördliche Eingang zum Tunnelsystem und dem Untergrund ist zeitgleich der Mineneingang und das neue Lager des Stammes. Er liegt nördlich des Tals. Man braucht nicht sehr lange zum Eingang, da dieser im Gegensatz zu den anderen Eingängen ziemlich nah an den Hauptbegegnungsorten liegt. Er ist sowohl mit der Alten Mine im Nachtjäger-Gebiet verbunden, als auch mit der Himmelshöhle und dem südlichen Tunnel. Der Eingang ist recht groß, dunkel und geht tief in die Erde hinein. Er befindet sich außerdem am Fuße eines Berges.

In der Mitte des Mineneinganges gehen mehrere kleine Tunnel in jegliche Himmelsrichtungen.
Tiefer in der Mine und dem Mineneingang ist ein relativ großer Steinhaufen, der von den Zweibeinern scheinbar nicht entfernt worden ist. Dort sitzen die drei Ratsmitglieder, wenn eine Versammlung oder eine Zeremonie ansteht. Am Fuße der Steine sprießen kleine Gräser aus dem kalten Boden, wodurch der Steinhaufen weniger trostlos aussieht.

Wächter-Höhle:
 
Jäger-Höhle:
 
Ratsmitglieder-Höhle:
 

Sternenkatzen-Höhle:
 

Kinderstube:
 
Höhle der Weisen Katzen:
 
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Eiszapfen
Eiszapfen

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BeitragThema: Re: Mineneingang [Lager]   Mineneingang [Lager] EmptyDi März 23, 2021 8:55 pm

Eiszapfen: First Post
//Kann gerne angesprochen werden

Vor dem Mineneingang im Norden des Gebirges saß Eiszapfen der warmen Tagen entsprang, schaute auf die umliegende Felslandschaft, atmete die kühle Luft ein und genoss den Wind, der um seine Nase wehte. Er tat das was er mit am besten konnte - wachen. Er war zu keiner Patrouille eingeteilt worden, und hatte es sich zur Aufgabe gemacht den Mineneingang auf und ab zu gehen, sich wieder zu setzen und in die Ferne zu spähen. Seine Augen blickten zum Himmel, scannten ihn nach Raubvögeln, den Herrschern der Lüfte. Es war ruhig und keine Gefahr in Sicht, was allerdings nicht hieß, dass sie sich nicht noch nähern konnte. Der dunkelgraue Kater wusste um die Gefahren seiner Heimat, aber er fürchtete sie nicht, er hatte Respekt vor ihnen, im angemessenem Maße. Alles was er tun konnte, war stets sein Bestes zu geben und wenn dies eines tages nicht ausreichen sollte, würden Eis und Wind ihn bei seinen Ahnen wilkommen heißen. Sternenregen würde ihn hoffentlich oft besuchen können, wer wenn nicht sie, konnte jederzeit Kontakt mit den verstorbenen Seelen aufnehmen, die über den Stamm des eisigen Windes wachten.
Der große Wächter genoss die Stille. Er liebte es Wächter zu sein, und auch wenn er die Hoffnung auf die Liebe bereits aufgab, war da noch ein zarter Keim, der wenigstens hoffte eines Tages Junge zu haben, denen er die Schönheit seiner Heimat zeigen könnte.
Erst Sonne, die ihn nicht wollte, dann Taubenlied, die ihn so schnell verließ, wie sie in sein Leben getreten war. Immer wenn er geglaubt hatte, eine Katze gefunden zu haben, mit der er mehr teilen konnte als nur Beute, war es anders gekommen. Aber er war Berater, eine Lebensaufgabe, die ihn nun ausfüllte, ihn und seine soziale (In-)kompetenzen herausforderte und weiter wachsen lassen würde. Doch mit einer Gefährtin sah sich Eiszapfen nicht mehr. Es gab kein weibliches Geschöpf im Stamm, dass ihn über die primitive körperliche Ebene hinaus anzog und bisher war er nicht gewillt gewesen sich dem Instinkt sich mit einer x-beliebigen Kätzin fortzupflanzen, nur um der Vermehrung wegen, unterzuordnen. Eine Partnerschaft die so anfing, konnte nur so enden wie die von Sand und Sturm, den Eltern von Sonne und Rauch. Er war froh, dass es in seiner Familie keine großartigen Konflikte gab, nahm man mal seinen Großvater Puma davn aus. Er war wohl das schwarze Schaf in der Familie, ein bärbeißiger, alter Kauz, aber egal wie cholerisch und stur der alte Gauner war, seine Familie ging ihm über alles. gerne erinnerte sich Eiszapfen an die Kriegsgeschichten seines Großvaters, an die Erzählungen vergangener Zeiten, in denen noch eine Große und eine Rechte Kralle zusammen den  Stamm führten. Das spitzbübische Glitzern in den Augen des alten Katers, wenn er sich freute, wenn seine Gefährtin auf seine kleinen Sticheleien einging und dabei so energisch ihr Kinn vorschob. Seine Großeltern liebten sich, auch wenn sie sich mit Sarkasmus, Neckereien oft bis zu echtem Gezank hochschaukelten, vertrugen sie sch oft genauso schnell wieder, wie ein Regen in der Blattfrische versiegte.

Angesprochen: //
Erwähnt: @Sternenregen, @Sonnenstrahl (+ Eltern Sturm und Sand), Puma und Zirbe (seine Großeltern) , @Taubenlied (vergessen zu taggen)
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Blüte
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BeitragThema: Re: Mineneingang [Lager]   Mineneingang [Lager] EmptySa Apr 03, 2021 1:41 am


Post Nr. 001
Ort: Vor dem Lagereinang
Weise Blüte
1. Ratsmitglied x Stamm des eisigen Windes x 59 Monde

Es war mitten am Tag. Eigentlich schon viel zu spät für Weise Blüte, um endlich aus dem Bau der Ratsmitglieder zu schreiten, sich vor dessen Eingang zu strecken und das Lager mitten in der alten Zweibeiner-Mine zu beobachten. Die Wächter und Jäger waren alle fleißig dabei, ihren Pflichten nachzugehen. Scheinbar hatten die Katzen untereinander es selbst hinbekommen, sich in Patrouillen einzuteilen und loszuziehen. Weise Blüte weiß zwar noch, wie es damals zu den Lebzeiten Samtwolkes war, der das gesamte System auf den Haufen geworfen und eine Revolution angeführt hatte. Nach seinem Ableben war nichts mehr so wie es war. Es gab Katzen, die fanden die Umwälzung des Stammes gut. Andere wiederum lehnten es grundsätzlich ab. Was in deren Köpfen herumschwirrte, konnte die Katze nicht sagen. Nicht einmal wissen konnte sie es.

So sah sie einfach nur durch die dunkle, teilweise vom Sonnenlicht erstrahlte Höhle. Etwas weiter Richtung Eingang erkannte sie eine große, dunkle Gestalt, die die Gegend abzuscannen zu schien. War das etwa Eiszapfen, der warmen Tagen entsprang, den sie dort drüben sah? Die ehemalige Jägerin streckte sich ein letztes Mal, trottete am Frischbeutehaufen vorbei, sammelte einen Schneehasen auf, dessen weißes Fell ihr in der Nase kitzelte, und trabte hinüber zum Wächter-Berater, der unter Weise Lärches Schutz setzt. Bei ihm angekommen, legte Weise Blüte zuerst den Hasen nieder, bevor sie sich hinsetzte.

"Ein wunderbarer Tag, nicht wahr? Gestern habe ich den ersten Schnee in Höhe des Wasserfalls entdeckt. Einen so frühen Schneefall hatten wir seit Blattwechseln nicht mehr. Ich denke aber nicht, dass es dort heute noch weißlich aussieht. Dort oben", sie blickte hinauf zu den Berggipfeln, "sieht es anders aus." Sie hatte in ihrem Leben den ein oder anderen Schneesturz erlebt, bei denen nicht nur eine Katze ihr Leben ließ und sich Eis und Wind im Silbervlies anschloss. Es war immer wieder traurig, auf diese tragische Art und Weise einen Stammesgefährten verabschieden zu müssen. Nicht zu wissen, ob man ihnen noch hätte helfen können. Doch sie mussten einfach weiterleben. Dies war ihre Heimat. Nichts konnte sie vertreiben.

Die braunrote Katze mit der dunkelbraunen Tigerung biss einen Happen von dem saftigen Schneehasen ab und schob ihn mit ihrer Pfote kurz zu Eiszapfen hinüber. "Wenn du ein Stück haben möchtest, kannst du es dir gerne nehmen. Es ist genug für uns beide."
Sie wusste über die Zurückhaltung des Katers Bescheid. Sie fand es nicht schlimm - schließlich war sie sowieso immer diejenige, die manchmal zu viel redete. Aber alles, was ihr aus dem Mund gesprudelt kam, war aufrichtig, herzlich. Häufig optimistisch, aber dennoch ehrlich. Egal um was es ging. "Was meinst du, wie hoch wird die Chance für Schneestürze und Lawinen in der kommenden Blattleere sein?" Kurz machte sie eine Pause, betete zu Eis und Wind, dass sie den Stamm dieses Mal verschonen würden.
"Klar, die Zeit ist noch nicht so weit, aber wir müssen an unsere Jungen und Jünglinge denken. Koi, der im Teich schwimmt, wird irgendwann sicherlich werfen. Und gerade zu dieser Blattphase muss der Stamm zusammenhalten. Ja, ich spreche jetzt als ehemalige Jägerin. Aber wir müssen unbedingt mehr Frischbeute fangen. Einen weiteren harten Winter halten wir nicht aus, seien wir mal ehrlich", sprudelte es ihr nur so heraus. Aber nun hatte sie gesagt, was ihr auf dem Herzen lag.

Mit einem kurzen Blick über die Schulter auf das Treiben im Lager, atmete sie tief ein und aus. Sie war zwar das älteste und somit das erste Ratsmitglied, aber dennoch war sie froh, nicht alleine Entscheidungen treffen zu müssen. Sie mussten alle für das Wohl des Stammes sorgen. Weise Wolke, Weise Lärche und sie, Weise Blüte. 'Hoffen wir, dass wir die nächsten Blattwechsel niemanden zu Eis und Wind schicken müssen', dachte die ehemalige Jägerin, die als Blüte, die im Regen tanzt großgeworden war, mit einem besorgten Blick auf das teils bereits mit Schnee bedeckte Gebirge. Nicht lange, und auch die ersten Schneeflocken würden den Mineneingang erreichen.

Angesprochen | @Eiszapfen

Erwähnt | @Eiszapfen, @Wolke, Weise Lärche

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Eiszapfen
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BeitragThema: Re: Mineneingang [Lager]   Mineneingang [Lager] EmptyMo Apr 05, 2021 9:55 pm

Eiszapfen


Der Kater war zwar nicht der Geselligste, wenn es um Ansammlungen von Katzen ging die er mehr schlecht als recht einschätzen konnte, aber einzelne Gesprächspartner waren ihm nicht unbedingt unangenehm. Weise Blüte war eine Kätzin, die er sehr schätzte. Sie war stets konstruktiv in Kritik, war insgesamt ausgeglichen und kurzum eine Bereicherung für den Stamm. Und der dunkelgraue Wächter kam nicht zu diesem Resümee, weil sie das älteste Ratsmitglied war, sondern allein durch seine bisherigen Erfahrungen mit der Getigerten. Weise Blüte war stets eine angenehme Gesprächspartnerin, denn sie redete gerne und nicht zu knapp und dennoch nie zu oberflächlich weder zu persönlich als dass es für Eiszapfen schwierig geworden wäre ihr zu antworten. Bei weise Blüte hätte er wohl sogar auf Fragen zu seinem Gefühlszustand nicht so ausweichend reagiert, da er sie fast wie eine Verwandte betrachtete. Als wäre sie die ewig alleinstehende Tante, die so wenig oder gar nicht mit ihrem  Schicksal haderte, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hatte jedem ein Ohr oder einen Rat zu leihen, der sie gerade benötigte.
Mit den gelben Augen folgte er Weise Blütes Blick hinauf zu den Berggipfeln, die nicht so scharf zu sehen waren wie sonst. Ein Laie konnte meinen es sei Nebel, der die Gipfel umschlang, aber er und weise Blüte, konnten beide Phänomene auch von der Distanz voneinander unterscheiden.
„Auch wenn dies darauf hinweist, dass die Blattleere eine besondere Herausforderung wird, freue ich mich schon auf den ersten bleibenden Schnee bei uns im Tal.“ antwortete seine tiefe, warme Stimme und dankend nickend, mit einem freundlichen Lächeln nahm er ihr Angebot die Beute zu teilen an. Er war ein großer Kater und fraß im Allgemeinen nicht gerade wenig. Fressen war für ihn stets ein Ritual, nichts was man schnell mal zwischendurch tat. Essen hieß zur Ruhe kommen, den Tag Revue passieren lassen und mit einer ausgewählten Gesellschaft Zeit zu verbringen.
Er riss kräftig an dem kalten, sehnigen Fleisch des Schneehasens und biss ein großes Stück hab, dass er langsam kaute, während er den Hasen zurück schob und weiter der rotbraunen Kätzin zuhörte.
Er hatte genug Zeit seine Beute gründlich zu zermahlen und hinab zu schlucken, bevor er antworten musste, da seine Gesprächspartnerin nach ihrer Frage gleich fortfuhr ihren Gedanken auszuformulieren. Er blickte weiter in das Gebirge, von dessen Anblick er sich immer schwerlich trennen konnte, während er antwortete: „Höchst wahrscheinlich.“ er schaute kurz zu Seite und sein ganzes Gesicht hatte dabei einen recht zufriedenen und seelenruhigen Ausdruck, als wäre er um nichts in der Welt besorgt, was natürlich nicht stimmte, aber das paradoxe an Eiszapfens Wesen war, dass er sich vor unvorhersehbaren Ereignissen, vor den Gewalten der Natur nicht fürchtete. Er nahm die Gefahren wahr, maß sie und handelte je nach Lage vorsichtiger, aber er hatte keine Angst vor ihr, denn was geschehen sollte, würde geschehen, ob er sich darüber den Kopf zerbrach oder nicht. Dagegen sorgte er sich wie er einer Katze begegnen sollte, die er schlecht kannte, wie seine Worte aufgefasst würden und überhaupt um diese ganz normalen Fragen eines Junggesellen. Würde er eine Gefährtin finden, seine Familie erweitern können oder ewig alle Tage wieder mit Weiser Blüte hier am Mineneingang sitzen, wenn er Wachdienst hatte und einen Schneehasen vertilgen? Apropos, ihre Sorge um die Beute war dagegen eine sehr messbare Größe, die sich auch Eiszapfen sehr gut erschloss. „Ja, die Beute hält sich dank der niedrigen Tempraturen sehr lange, das müssen wir nutzen Ich denke es wäre ratsam, wenn auch einige jagtbegabte Wächter auf die Jagd gehen. In Überfällen kämpfen unsere Jäger genau wie jeder Wächter bis zum Tod für das Leben ihrer Liebsten. Wieso sollten wir Wächter da in Zeiten der fallenden Blätter nicht unseren Teil zu ihrer Unterstützung beitragen?“  
wohl überlegt sprach er jeden Satz und blickte dabei manchmal fort und manchmal wieder Weise Blüte an. Ihm war ständiger Blickkontakt bei einem Gespräch, bei dem auch noch Beute geteilt wurde einfach eher hinderlich. Niemand wurde gerne beim Fressen und Reden permanent angeguckt, oder war das wieder nur so ein Ding von ihm?
„Ohne Essen fehlt die Kraft zum Patrouillen und kämpfen, also hat der Frischbeutehaufen oberste Priorität für uns alle.“ Er dachte an Koi der im Teich schwimmt. Er hoffte, dass ihre Jungen und sowie sie selbst die kommenden Monde gut durchstehen würden, denn schon manche Königin musste in der Blattleere ihr Leben lassen. Prompt schossen dem Dunkelgrauen die Bilder von Wölfen in den Kopf, die Tal packten und fort schleiften und seiner Mutter, wie sie blutete und kämpfte und bis zum Ende, als sie sich verabschiedete lächelte und stark war. Ein Schauer ließ sein Rückenfell kurz zucken und nachdem er den Hasen wieder zurückgeschoben bekommen hatte, nahm er einen Bissen, um etwas zu tun, dass die Gedanken vertrieb. Er hatte die Ereignisse inzwischen verarbeitet, aber dennoch suchten ihn die Bilder immer wieder Heim, drängten sich ihm bei jeder nächsten Gelegenheit auf und katapultierten ihn zurück zu dem Punkt an dem sein Leben aus allen Verankerungen fiel.

Angesprochen: Weise Blüte @Splitterherz/ @Weise Blüte
Erwähnt: Koi
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Sternenregen
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BeitragThema: Re: Mineneingang [Lager]   Mineneingang [Lager] EmptySa Apr 17, 2021 6:36 pm


> Sternenregen <

Sternenregen war den ganzen Tag heute schon im Sternensagerbau gewesen. Gemeinsam mit ihrem Sternenjungen hatte sie die Kräuter neu sortiert und den Bestand überprüft, die Wasserquelle gereinigt, die Moosbetten für die Patienten mit frischem Moos ausgestattet und ihre eigenen Nester erneuert. Sie hoffte inständig dass nicht wieder einige Federn in ihrem Nest gelandet waren. Denn im Vergleich zu anderen die Federn als weich und angenehm empfanden, waren sie für die kitzelig oder schlimmer noch pieksend. Doch sie wusste ihr Junges meinte es nur gut, ihr Sternenjunges. Es war nicht ihr erstes, weder ihr leibliches und doch war es das erste das sie wirklich groß ziehen durfte. Und sie spürte seitdem mehr als damals wieviel sie bei ihren eigenen Jungen verpasst hatte. Ja, sie hatte Wunden, Wunden die noch nicht verheilt waren und die sie tief in sich eingeschlossen hatte. Nicht mal Weise Wolke hatte sie die ganze Wahrheit erzählt. Aus Angst er würde es nicht verstehen? Oder aus Angst das man an ihrem Glauben zweifeln würde? Vermutlich eine Mischung aus beiden, dabei wusste sie eigentlich das sie ihm alles sagen konnte.  Aber war sie nicht hier um im Namen von Eis über die Katzen zu wachen, die durch Krankheit oder Verletzungen Hilfe brauchten? Zweifel waren an der Stelle nicht hilfreich und deshalb hatte sie es auch keinem sagen wollen und bis heute nicht getan.  Auch bei Sternenkälte hatten die anderen immer die höchste Priorität gehabt und erst Recht spät ist ihr klar geworden wie sehr auch Sternenkälte sie gebraucht hatte und nicht nur umgekehrt. Manchmal fragte sie sich ob sie zu ihrem Sternenjunges je eine so innige Beziehung haben würde, doch sie hoffte es, denn auch wenn es ihr zeigte was sie verpasst hatte konnte sie nun auch endlich das erleben was sie vorher nicht konnte. Sie blinzelte und schob das letzte Moos Bett zurecht, wenn sie mal einen Moment der Ruhe hatte driftete sie in Gedanken oft weg, war wohl so eine ihrer Eigenarten.

Sie schüttelte den Pelz und murmelte ”Am besten vertreten wir uns jetzt unsere Beine und vergiss nicht bei den weisen Katzen vorbei zusehen. Zirbe hat wieder Gelenkschmerzen und ich hoffe die kriegen wir etwas gestillt, bis es richtig kalt wird. ” mit diesen Worten nickte sie und verließ den Sternsagerbau. Eigentlich sollte man die ruhigen Momente nutzen, sie kannte zwar so gut wie jeden, aber so ein richtig entspanntes Gespräch hatte sie schon länger nicht geführt.  Vielleicht war es ja mal wieder Zeit. Sie schlängelte sich durch den schmalen Gang und erreichte dann die Haupthöhle. Der Kräutergeruch den sie in der Nase hatte verflog langsam und die Gerüche ihrer Artgenossen strömten auf sie ein.  Sie zuckte mit ihrer Nase und rieb sich dann mit der Pfote darüber. Ihr Blick huschte über ihre Artgenossen, fast als suche sie jemanden bestimmten, doch der Pelz von Weise Wolke war nirgends zu entdecken. Vielleicht war er ja gerade beschäftigt, manchmal hatten die beiden so viel zu tun das ihnen kaum Zeit füreinander blieb. Aber vielleicht war das manchmal auch gut so. Sie war gerne beschäftigt. Deshalb entschloss sie auch kurzerhand zum Lagerausgang zu gehen, den Himmel zu beobachten und stille Gedanken an Eis und Wind zu richten. Immerhin würde bald Blattleere sein und es war gut Wind gut zu stimmen für jene Zeit.

Ihre steifen beine lockerten sich als sie zum Eingang trabte, sie sah dort weise Blüte und ihren Bruder zusammen sitzen und dennoch nickte sie zunächst nur um sie etwas entfernt von beiden in den Eingang zu setzen, den Blick hob sie in den Himmel, der sich hell und klar über ihr erhob. Das Licht war fast blendend und so kniff sie die Augen leicht zusammen. Ein schöner Tag, das ist gut. Das hilft den Pflanzen zu wachsen. Wind und Eis, wacht bitte auch heute über uns! sie hörte die Wortfetzen die zwischen den beiden Katzen ausgetauscht wurden am Rande und doch nahm sie sich einen Augenblick, ehe sie den Kopf sinken ließ und den Kopf zu den anderen beiden drehte. ”Koi, der im Teich schwimmt wird sogar sehr bald werfen. Die Jungen sollten kommen bevor es so richtig kalt wird, das ist gut so können sie zu Kräften kommen bevor die Blattleere ansteht.” sagte sie um ins Gespräch einzusteigen und griff damit die Worte von der getigerten Kätzin auf.  Sie trat einige Schritte näher und nickte nochmal grüßend. Neben ihrem Bruder kam sie sich immer klein vor, war er doch großgewachsen und wirkte nahezu majestätisch. Sie spitzte ihre Ohren und blickte die beiden anderen aufmerksam an. Sie war wohl nicht die einzige die nur ihre pflichten im Kopf hatte und die Sorge um ihre Artgenossen an erster Stelle setzte. Zumindest ließ das Gespräch der beiden darauf deuten. ”Ich schätze ich werde auch noch ein paar mal raus gehen, bevor der Schnee die Kräutersuche erschwert. Da freue ich mich natürlich sehr über die Begleitung einer deiner Wächter, also schicke doch bitte nicht alle auf die Jagd.” sagte sie und grinste leicht. Natürlich war das etwas gestichelt, aber gerade weil Eiszapfen der warmen tagen entsprang ihr Bruder war würde er es verstehen. Sie wusste sehr gut das er immer darauf achtete das genug Wächter in der Höhle blieben um diese zu schützen. Etwas was er von damals gelernt hatte. Natürlich war nicht nur ihre Familie von dem Wolfangriff betroffen gewesen und doch hatte er ihnen viel genommen. Am Ende konnte man nur den Schmerz überwinden und daraus lernen und das hatten sie, sie alle. Die hellgraue schweig nun und sah wieder in den Himmel, abwartend und geduldig. Froh das sie durch die Gesellschaft keine Gelegenheit bekam ihren eigenen Gedanken nach zu gehen.





- - - - - Sternensager - - - - - - - - - 001 - - - - - - - - - #Sternenregen - - - - -

Angesprochen - Weise Blüte @Blüte , Eiszapfen der warmen tag entsprang @Eiszapfen
Erwähnt - Koi der im Teich schwimmt
Ort - Sternsagerhöhle → Lagerausgang im Norden
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Blüte
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BeitragThema: Re: Mineneingang [Lager]   Mineneingang [Lager] EmptySo Apr 18, 2021 11:19 pm


Post Nr. 002
Ort: Vor dem Lagereingang
Weise Blüte
1. Ratsmitglied x Stamm des eisigen Windes x 59 Monde

Je länger sie auf die schneebedeckten Gipfel sah, desto beunruhigter wurde sie bezüglich der herannahenden Blattleere. Sie haben schon so viele Blattleeren überstanden, da würden sie die kommende doch wohl auch überstehen, oder nicht? Weise Blüte setzte ihr Vertrauen in den Überlebensinstinkt ihres Stammes, den sie nun seit sechs Monden als Ratsmitglied führte. Im Grunde genommen gab es keine großen Befehlshaber im Stamm des eisigen Windes. Dafür hatte Samtwolke vor fünfzig Jahren gesorgt. Die Wächter und Jäger teilten sich selbstständig in Patrouillen ein, aber dennoch hatte der Rat und deren Berater die Entscheidungskraft über die wichtigsten Entscheidungen, die getroffen werden müssten. So auch der Schutz vor den Schneemassen, den Feinden und möglichem Frischbeutemangel.

"Auch wenn dies darauf hinweist, dass die Blattleere eine besondere Herausforderung wird, freue ich mich schon auf den ersten bleibenden Schnee bei uns im Tal." Bei Eiszapfens Antwort zuckten ihre Ohren. Er hatte recht. Sie sollte sich einfach mal darüber freuen, dass demnächst der Schnee im Tal ankommen würde. Bis dahin sollte es nun nicht mehr allzu lange hin sein. Ein Glück für den Stamm, dass das Lager vor etwaige Schneestürze oder Lawinen geschützt war. Sollten sie dann doch irgendwie eingesperrt sein, so hätten sie noch einen anderen Ausgang, den jedoch so gut wie keine Stammeskatze betreten sollte. Aber das Risiko ist aktuell noch sehr gering. "Du hast recht. Wir sollten aber dennoch im Blick behalten, dass unsere jüngsten Mitglieder noch nicht erfahren in Sachen kalte Blattleere sind. Lass uns hoffen, dass die jetzige nicht zu hart wird", miaute Weise Blüte dem Wächter-Berater entgegen.

Nachdem der große, breitschultrige Wächter sein Bissen vom Schneehasen abgerissen und zermalmt hatte, schnappte die getigerte Katze das Beutestück und spitzte die Ohren, während sie Eiszapfen, der warmen Tagen entsprang zuhörte. "Ich denke es wäre ratsam, wenn auch einige jagdbegabte Wächter auf die Jagd gehen. In Überfällen kämpfen unsere Jäger genau wie jeder Wächter bis zum Tod für das Leben ihrer Liebsten. Wieso sollten wir Wächter da in Zeiten der fallenden Blätter nicht unseren Teil zu ihrer Unterstützung beitragen?“ Zustimmend nickte die ältere Stammeskatze. Ein paar mehr Katzen für die Jagd waren nie schlecht. "Eine Jagdpatrouille mit einem Begleiter hätte somit nochmal ein Maul, das Beute jagen kann. Finde ich gut die Idee. Natürlich müsste ich dies vorher noch mit Weise Wolke und Weise Lärche besprechen. Ich denke aber mal, dass sie nichts dagegen haben werden. Je mehr Beute wir fangen können, desto leichter fällt uns vielleicht sogar die Blattleere."

Sie wollte gerade wieder etwas entgegnen, da sah sie im Augenwinkel, wie Sternenregen sich zu ihnen gesellte. Die Sternensagerin war die Schwester von Eiszapfen, der warmen Tagen entsprang. Weise Blüte mochte sie, mochte ihre Arbeit, bewunderte ihr Wissen über Kräuter und Heiltechniken, und fand sie als Sternensagerin im Allgemeinen sehr gut. Sternenkälte hatte wahrlich einen guten Jüngling gehabt. Auch Weise Blüte nickte ihr respektvoll als Begrüßung entgegen. "Ein schöner Tag zum Herumsitzen, nicht wahr, Sternenregen?", fragte die getigerte, ältere Katze rhetorisch, erwartete also keine Antwort auf ihre Frage.

Ihr grüner Blick, der eher an ein Matschgrün erinnert, ging wieder gen Himmel. Noch immer war der Himmel klar, die Temperaturen ziemlich kühl, aber noch angenehm, und der Wind fing an, sich immer stärker und häufiger zu drehen, sodass ihr Fell nur so hin und her gerissen wurde. "Koi, der im Teich schwimmt wird sogar sehr bald werfen. Die Jungen sollten kommen bevor es so richtig kalt wird, das ist gut so können sie zu Kräften kommen bevor die Blattleere ansteht", warf Sternenregen ein. Da hatte sie nicht ganz unrecht. Je früher die Jungen kämen, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch eine harte Blattleere kommen würden. Aber wieso dachten sie gerade jetzt schon daran? Es war doch noch einige Zeit hin, oder täuschte sie sich in der Zeit?

Als Reaktion auf Sternenregens nächsten Kommentar, dass sie noch ein paar Mal rausgehen würde, um genügend Kräuter auf Vorrat zu haben, nickte Weise Blüte, wie schon bei Eiszapfen, zustimmend. "Gute Idee. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Nur Wind und Eis wissen es. Hast du schon irgendeine Nachricht von einen der beiden erhalten? Haben sie Ratschläge?", fragte sie die Sternensagerin neugierig. Der Stamm musste nun jede Gelegenheit und jeden Hinweis nutzen, den ihre Götter ihnen gaben. Nun hieß es: Zusammenhalt an erster Stelle. Ohne einen guten Zusammenhalt im Stamm, ist ein Überleben in der Blattleere fast unmöglich.

Angesprochen | @Eiszapfen, @Sternenregen

Erwähnt | @Eiszapfen, @Wolke, Weise Lärche, @Sternenregen, † Sternenkälte, Koi der im Teich schwimmt

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BeitragThema: Re: Mineneingang [Lager]   Mineneingang [Lager] EmptyFr Apr 23, 2021 8:43 pm

Eiszapfen

Blüte meinte „"Du hast recht. Wir sollten aber dennoch im Blick behalten, dass unsere jüngsten Mitglieder noch nicht erfahren in Sachen kalte Blattleere sind. Lass uns hoffen, dass die jetzige nicht zu hart wird"“ woraufhin Eiszapfen mit eher wenig zustimmendem Gesichtsausdruck den Kopf von einer Seite zur anderen neigte, sodass es weder ein Nicken noch ein Kopfschütteln war. So oder so können wir die Blattleere nicht durch hoffen umstimmen. Jünglinge die eine schwere Blattleere überwinden, werden es weit bringen. Und Jungen, die die Blattleere nicht überleben wurden zur falschen Zeit gezeugt.“ Sein Urteil, bezüglich des ungünstigen Zeugungszeitpunktes war für seine Gesprächspartnerin vielleicht hart, aber wenn eine Kätzin nicht ihren Kopf einschalten konnte bevor sie sich paarte, tat es ihm zwar um das unschuldige Leben leid, konnte aber kein Verständnis für die Mutter aufbringen. „Harte Blattleeren formen Charaktere und machen selbst den eitelsten Bock noch demütig. Jünglinge kommen ein wenig darbend wenigstens nicht auf dumme Gedanken.“ ein kleines amüsiertes Funkeln trat in seine so gelben Augen.
.
Der Wächter blickte zu seiner Schwester, die nach kurzer Zeit zu ihnen kam und sein meist eher ernster und undurchdringlicher Gesichtsausdruck, der von Sachlichkeit gepräft war, wurde weicher und ihr Grinsen spiegelte sich in seinem Antlitz wider. „Wenn ich könnte, würden dir nicht weniger als vier Wächter Schutz garantieren. Einen für jede Himmelsrichtung.“ Er nahm einen Bissen und schob den Hasen, den er sich mit Blüte teilte, wieder zu dieser zurück. Während er interessiert nach ihrer Frage den Blick auf Sternenregen richtete. Wusste seine Schwester schon mehr und hatte diese Nacht eine Nachricht empfangen?

Postpartner: @Sternenregen, @Blüte
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