Vor 45 Monden sorgte ein Brand dafür, dass sich der DunstClan bildete. Was für Gefahren werden nun lauern?
 
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 Die Geisterstadt [Lager]

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BeitragThema: Die Geisterstadt [Lager]   Die Geisterstadt [Lager] EmptySa Nov 21, 2020 10:12 pm

In der Geisterstadt lebten einst viele hart arbeitende Zweibeiner. Sie betrieben die Mienen im Berg, hatten Familien hier und bauten sich hier ihr Zuhause auf, wie sie es gerne haben wollten. Doch kaum kam das Feuer, verschwanden die Zweibeiner und ließen ihre prächtig blühende Stadt zurück. Und kaum verschwanden die Zweibeiner, begann die perfekte Fassade der Stadt zu bröckeln. Die Fenster der Nester sind löchrig oder nicht mehr existent, was den Wind pausenlos hindurch pfeifen lässt. Einige Nester sind gar zu Ruinen geworden und bieten keinen Schutz mehr für Lebewesen jeglicher Art.
Die Nachtjäger nutzten das abschreckende äußere der Stadt zu ihren Gunsten und bauten sch dort ihr Lager, wo sie Tag und vor allem Nachts ihr Unwesen treiben.

Der Bau des Alphas und seines Stellvertreters liegt in einem besonders großen und erstaunlich gut erhaltenen Zweibeinernest, in der Mitte der Stadt. Dort werden Versammlungen einberufen und dieses Zweibeinernest gilt auch als allgemeiner Treffpunkt für die Nachtjäger. Alle andere Mitglieder der Streunerbande haben es sich in den Zweibeinernesten drum herum gemütlich gemacht, wobei es nur wenige Mitglieder gibt, die zu zweit in einem Zweibeinernest leben.
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BeitragThema: Re: Die Geisterstadt [Lager]   Die Geisterstadt [Lager] EmptyMi März 17, 2021 10:03 pm


Post Nr. 001
Nachtjäger x 42 Monde

Kaleo

„Papa!“

Der herzzerreißende Schrei des sieben Monde alten Katers durchschnitt die Luft als sich die Feinde wieder zurückzogen – der Sieg war auf deren Seite. Die Landzunge ging an die Clankatzen. Ein großer Verlust, ein blutiger Verlust für die Streuner. Doch für den kleinen Kater, der nicht einmal seine volle Größe erreicht hatte, war es ein viel größerer Verlust. Er hatte seinen Vater, sein Vorbild, seinen Mentor verloren. Der Kater, der ihm beigebracht hatte, wie man in der Wildnis überlebte. Der ihm zeigte, dass Emotionen und Gefühle einem nur im Wege stehen. Dass er stark und kalt sein muss, um respektiert zu werden. All das verinnerlichte er, sodass er diese Lektionen bis heute im Kopf hatte. Nein, schon eher im Blut hatte.

„Papa, wach auf!“

Die kleinen Pfoten versuchten den großen und schweren Körper des dunkelbraunen Katers zu schütteln. Krallen zogen am Fell, Tränen fielen hinab. Um ihn herum ein reines Chaos. Er wusste nicht, wie viele Katzen verletzt oder gar getötet wurden. Er wusste nur, dass er nun allein war. Vater tot, Mutter weg. Wo sie war, konnte der kleine Kater nicht wissen. Nie hatte er die Chance gehabt, sie richtig kennenzulernen. Sein Vater hatte ihn geschnappt, noch bevor seine Mutter zur Gefahr für ihn wurde. Er hatte nun nichts mehr. Niemanden, der ihn auffangen konnte. Niemanden, der sagen konnte, war er zu tun oder zu lassen hatte.

„Papa, bitte sag doch was!“

Die smaragdgrünen Augen waren noch immer auf den toten, blutverschmierten Körper gerichtet. Die Hoffnung, dass sein Vater ihm antworten würde, verschwand von Herzschlag zu Herzschlag. Nie würde er mehr die raue Stimme des als einer der schnellsten Katzen des nördlichen Gebietes bekannten Katers hören. Nach elendig langen Augenblicken wurde er auf einmal von einer anderen Katze weggedrängt. Weg von seinem Vater, weg von seiner Familie. Der junge Kater, der wie sein Vater aussah, wollte sich wehren, hatte dazu jedoch keine Kraft mehr. Zu anstrengend war der Kampf gewesen.

„Storm wird über dich wachen. Du darfst traurig sein, wenn du es möchtest. Du darfst solange traurig sein, wie du willst.“

Die Stimme beruhigte ihn nicht. Sie machte ihn wütend. Wütend darauf, dass er seine Gefühle zeigte. Dass er Emotionen zeigte. Wütend darauf, seinen Vater nicht beschützen zu können. Ein Knurren zeigte seine wütende Seite. Er wollte nicht schwach wirken. Er wollte nicht einsam wirken. Niemals.

„Lass mich in Ruhe! Ich bin nicht traurig. Wie auch? Mein Vater wurde ermordet! Ermordet von Fuchsfraß! Einem Feigling!“, rief er aus. Starrte die Katze an, die ihn versucht hatte zu beruhigen. Er kannte sie. Sie waren bereits das ein oder andere Mal etwas länger zusammen unterwegs gewesen. Vega. Ein starker und großer roter Kater, guter Freund seines Vaters. Bei ihm wusste er, dass er so sein konnte, wie er nunmal war. Aber seine Gefühle zeigen wollte er trotzdem nicht.

„Das ist mir klar, Kaleo. Trotzdem darfst du um deinen Vater trauern. Du hast sonst niemanden aus deiner Familie.“

Er traf es auf den Punkt. Kaleo, der kleine, sieben Monde alte Kater, hatte keine Familienmitglieder mehr – zumindest nicht wissentlich. Fortan müsste er allein auskommen. Allein in der großen, weiten Welt. Mit einem kalten, aber dennoch traurigen Blick sah er den älteren Kater an. „Weißt du was? Kümmere du dich um meinen Vater. Ich werde verschwinden. Ich werde den Feigling finden, der mir das angetan hat und dafür büßen wird. Er wird so sterben wie er. Qualvoll. Du wirst schon sehen.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und ging los.

Kaleo warf einen letzten Blick über die Schulter. „Ruhe in Frieden, Papa.“ Danach verschwand er im Dickicht.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

„Ruhe in Frieden, Papa“, kam es flüsternd aus seinem Mund heraus.

Die smaragdgrünen Augen des mittlerweile älteren Katers blickten teilnahmslos auf das Wasser, das direkt vor seinen Füßen vorbeifloss. Das Spiegelbild zeigte klar und deutlich ihn selbst, doch eigentlich sah Kaleo das Spiegelbild seines verstorbenen Vaters an. Die beiden sahen genau gleich aus. Kein Wunder, dass er viele Monde lang mit ihm verwechselt wurde. Verwechselt mit einem von einer Clankatze getöteten Streuner. Seit dem Tag vor 35 Monden hatte er Rache geschworen. Rache an seinem Erzfeind, dem Mörder seines Vaters. Fünf Monde nach dessen Tod hatte er sich einer Gruppe von rachsüchtigen, Clan-hassenden Streunern angeschlossen, in der er lernte, was es heißt, ein Kater zu sein. Ein Kater, vor den man sich fürchtete; vor dem man sich in Sicherheit bringen sollte.

Je weiter er über den Todestag seines Vaters Storm nachdachte, desto leerer fühlte er sich wieder; desto mehr spürte er sein leeres, aber dennoch zerbrochenes Herz. Eine Träne fiel ins klare Wasser unter ihm, das ihn sofort wieder aufmerksam machte. Er durfte keine Gefühle zeigen, keine Emotionen, keine Schwäche. Das hatte er als kleiner Kater und als Schüler seines Vaters gelernt. Es würde ihn nur hindern. Daran hindern, zu wachsen und stärker zu werden. Bisher hatte er es immer und immer wieder geschafft. Niemals wurde er angezweifelt. Bei den Nachtjägern, wie die Clankatzen sie nannten, hatte er nun einen guten Stand und auch den Respekt aller eingefahren. Niemals würde er diese Gruppe, seine Familie, verlassen oder verraten. Weder für eine bessere Position, die er haben könnte, noch für so etwas wie Liebe. Etwas, das es in dieser Welt nicht gab – keinen Platz hatte. Nicht hierhin gehörte. Liebe macht einen schwach, angreifbar, berechenbar, durchschaubar.

Die Miene des Katers verfinsterte sich, die Krallen fuhr er immer wieder ein und aus. Er war jede Sekunde bereit, in den nächsten Kampf zu springen. Er wollte seine Rachepläne umsetzen. Wollte endlich wieder frei sein. Das heißt, frei darin, endlich seine Rache zu bekommen. Auch wenn vielleicht vorerst andere Clankatzen daran leiden würden. Irgendwann wird er seinen Erzfeind finden und erledigen. Er wusste es. Er hatte ein gutes Gefühl.

Kaleo atmete tief durch. Der dunkelbraun-schwarz getigerte Kater musste einen ruhigen Kopf bewahren. Vielleicht würde Alptraum ihm in den nächsten Tagen endlich mal wieder eine Nacht zum Patrouillieren und Herumschnüffeln geben. Zu gerne würde er den Nachtjäger-Geruch auf dem Territorium des DunstClans und somit wieder Angst und Schrecken verbreiten. Vielleicht sogar immer näher in Richtung ihres Lagers vordringen – vorher müsste er es jedoch noch finden. Seit drei Monden hatten sie nichts mehr unternommen. Wieso warteten sie noch? Die Gruppe musste nun endlich die Initiative ergreifen. Wie lange sollten sie noch auf der anderen Seite der Flammenbrücke hocken und nichts tun?

“Ich werde dich rächen, das verspreche ich dir“, sagte Kaleo zu seinem Spiegelbild, zum Spiegelbild seines Vaters, und starrte hinüber in den Mischwald, direkt zur alten Windmühle, die auf dem DunstClan-Territorium stand.

Angesprochen | Vega, † Storm (indirekt)

Erwähnt | Vega, Raven, † Storm, @Alptraum

Ort: Flussufer ggü. der Windmühle

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BeitragThema: Re: Die Geisterstadt [Lager]   Die Geisterstadt [Lager] EmptySa März 27, 2021 1:18 am

Sodom #1


Wie ein Raubtier schlenderte der gewaltige Kater die Treppenstufen seines Zweibeinernests herunter. Nur der Stellvertreter seiner Fraktion lebte noch mit ihm dort. Die Luft in dem heruntergekommenen Zweibeinernest konnte schnell einmal stickig werden, doch die eher milderen Temperaturen ließen Feuchtigkeit in das Gebäude. Der Kater war sich nie sicher was er mehr wollte, so etwas unwichtiges schlich sich nicht nur selten in seine Gedanken. Er hatte größere Aufgaben in seinem Leben. Er hatte etwas zu leiten, etwas zu führen und ihm blieb keine Zeit sich seine Gedanken um etwas anderes kümmern zu lassen. Mit einem letzten großen Satz sprang der Gigant die letzten Stufen herunter. Mit einem harten Aufprall seiner Pfoten splitterte der Boden unter ihm ein wenig. Er hatte Glück das sich seine Pfoten nicht einen Splitter eingefangen hatten. Endlich trat der Riese aus seinem Zuhause aus. Und vor ihm lag sein Land. Eine Ansammlung von verlassenden Zweibeinernestern, die von den mysteriösen Nachtjägern bewohnt werden. Und er war ihr Alpha. Sodom. Sein Name war für seine Feinde unbekannt. Doch der weiß schwarze Kater würde seinen Feinden bald klar machen, das sie ihre Beine in die Pfoten nehmen sollten, sollten sie seinen Namen hören. Seit mehreren Monaten leitete er nun schon die Nachtjäger und er wusste das der Dunst-Clan welchen sie jetzt schon mehrmals überfallen hatten vor Angst zittern würde. Mehrere Katzen des Clans waren schon an den Nachtjägern gestorben und die bis jetzt Verstorbenen würden nicht die einzigen sein. Doch die nächtlichen Überfälle waren nur eine Kostprobe von dem, was die Nachtjäger wirklich zu bieten hatten.  Sodom würde die Nachtjäger zu einer unbesiegbaren Macht ausbilden die den Clan durch Tricks und Kampfstärke unterwerfen konnten. Doch bis es so weit sein würde musste noch einiges an Zeit vergehen. Der Clan musste glauben das die Nachtjäger abgelassen hatten, oder sich vielleicht wieder aufgelöst hatten. Sie mussten sich in Sicherheit wiegen und die Nachtjäger fast wieder vergessen, bis sie dann wieder mit ihnen konfrontiert werden würde. Und diesmal würden sie die Nachtjäger nicht mal mehr als Gleichartige ansehen. Die psychologische Kriegsführung die Sodom anwenden würde, würde den Clan glauben lassen, das sie es mit übermächtigen Gruselkreaturen zu tun hatte, gegen die man nicht kämpfen konnte, sondern nur flüchten sollten. Und wenn sie den Namen Sodom endlich  zum ersten Mal hören sollten, würden sie all das was sie erlebt hatten, im Bezug auf die Nachtjäger mit ihm verbinden. Der Kater würde eine Figur werden, die der Clan nie wieder vergessen konnte, selbst wenn sie wollten. Sie würden Zittern und Beten sobald sie die riesige Gestalt des Sodom sehen würden. Doch bevor all dies Realität werden musste, musste er seinen Untergeordneten beibringen wie auch sie eine Furcht in Gegnern auslösen konnten, die den Kampf schon vor jeder Schlacht besiegeln konnten. Mit schwerfälligen Schritten ging er zu den Beuteresten die er von gestern extra aufgehoben hatte. Ein Rabe und ein Kaninchen. Beim Raben war das Fleisch schon so sehr abgefressen das sich die Knochen zeigten, worunter sich die Gedärme zeigten. Der Hase dagegen war für ein Beutestück in noch relativ guter Verfassung. Nur das Ohr fehlte, der Rest dagegen war noch essbar. Er konnte seinen Stellvertreter Ameer nicht sehen, deswegen musste er sein eigentliches Vorhaben wohl noch vertagen. Oder vielleicht fand er auch jemand anderen finden wem er seine Lehre nahebringen konnte. Und da erblickte er auch schon einen geeigneten Kandidaten. Kaleo saß am Flussufer und schien nichts mit seiner Zeit anzufangen haben. Er könnte wenigstens Jagen gehen und nicht nur dumm dort herum sitzen. Sodom ließ Raben und Kaninchen erst einmal zurück und ging in Richtung Kaleo, vielleicht würde er ja später nochmal Ameer treffen und konnte ihm seine Idee zeigen. Jetzt ging er jedoch erstmal in Richtung des etwas jüngeren Katers und bemerkte wie er in Richtung des Dunst-Clan Territorium blickte. "Warum schaust du so dumm Richtung Dunst-Clan? Hmm du würdest am liebsten jetzt rüber rennen und gegen diesen elendigen Clan kämpfen, richtig?" Sodom pausierte kurz, jedoch nicht solange das sein Gesprächspartner hätte antworten können. "Glaub mir ich würde auch so manche Kehle dieser Blumenfresser durchtrennen, aber keiner von euch ist bereit dafür." Die Überfälle waren effektiv gewesen, aber irgendwann hätte der Dunst-Clan einen weg gefunden zurück zu schlagen und die sehr viel kleinere Gruppe der Nachtjäger konnte sich keine Verluste und Rückschläge leisten. Sodom musste jede Schlacht und Krieg gewinnen wenn er gegen den viel größeren Clan ankommen wollte. "Wie wärs wenn du dich nützlich machst und mit mir trainierst?" meinte er und seine Frage war nicht wirklich eine, wenn man bedenkt was für einen befehlenden Unterton die dunkele Stimme des Alphas hatte. Sodom trainierte häufig mit seinen Nachtjägerkameraden. Nicht um irgendwelche Bindungen aufzubauen, sondern besonders, weil die anderen Katzen der Nachtjäger dann von ihm geformt werden konnten, zu den perfekten 'Clankatzenzerstörern'. Unter seinem Training würde jeder der Nachtjäger die Möglichkeit bekommen die perfekten Kämpfer zu werden und als Einzelkraft ohne Zweifel jede Clankatze besiegen konnte. Nur unter ihm konnten sie den dunst-Clan unterwerfen. Wer sonst hätte schon das Kampfverständnis einem solch großen Clan mit einer so viel kleineren Gruppe Angst zu machen, wenn nicht er selbst? Eine neue Ära war angebrochen. Und der Clan würde bei jedem Atemzug ihre eigene Angst einatmen. Fast schon war der Gedanke daran amüsant für Sodom, wenn er nicht wüsste das er davon profitieren musste. Und das würde er, ohne Zweifel.

Angesprochen: @Kaleo
Erwähnt: Ameer
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BeitragThema: Re: Die Geisterstadt [Lager]   Die Geisterstadt [Lager] EmptySa Apr 03, 2021 12:14 am


Post Nr. 002
Nachtjäger x 42 Monde

Kaleo

Seine Stirnfalte zog sich zusammen als er an all die Ereignisse von vor zig Monden dachte. Musste er so lange auf seine Rache warten? Könnte er nicht einfach rüber zum DunstClan spazieren, den Mörder seines Vaters ausmachen und schnell töten? Musste er andauernd darauf warten, dass irgendwas seitens der Nachtjäger passierte? Dass Sodom ihnen seinen neusten Plan verriet?

Er war mitten in den Gedanken, als plötzlich eine dunkle Stimme hinter ihm zu hören war. Kurz, aber nicht merkbar, zuckte er zusammen und drehte seinen Kopf zu seinem großen, schwarzweißen Alpha Sodom. Er respektierte und akzeptierte ihn. Wusste, dass er die Nachtjäger wachsen sehen wollte. Dass er sie über den DunstClan siegen sehen wollte. Wieso er also so herablassend über Kaleo herzog, konnte dieser selbst nicht beantworten. Er sah 'dumm' in Richtung des DunstClans? Kopfschüttelnd lachte der dunkelbraune Kater auf. So etwas Arrogantes, Herablassendes hatte er noch nie gemocht. Jetzt jedoch darauf zu reagieren, hätte keinen Sinn gemacht. Sodom hätte sicherlich noch das ein oder andere Wörtchen ihm entgegengeworfen.  

"Glaub mir ich würde auch so manche Kehle dieser Blumenfresser durchtrennen, aber keiner von euch ist bereit dafür." Ein Schnaufen entfuhr Kaleo. 'Ja klar, keiner von uns ist bereit. Dass ich nicht lache. Die anderen mögen nicht bereit sein, aber was denkt sich Sodom dabei?', dachte er sich. Aussprechen würde er es nie. Zumindest nicht in Anwesenheit seines Alphas. Kaleo stand hinter den Nachtjägern. Stand hinter den bekannten drei Säulen, die Sodom bei der Gründung der zu der Zeit namenlosen Gruppe eingeführt hatte. Dennoch wunderte sich Kaleo immer wieder, warum der riesige Kater so wenig Vertrauen in die seit Monden bestehende Gruppe hatte. "Wie wärs wenn du dich nützlich machst und mit mir trainierst?" Der Nachtjäger horchte auf. Er wusste, dass dies keine Frage, sondern ein Befehl war. Nicht nur aufgrund des befehlenden Untertons. Nein. Sondern aufgrund der Tatsache, dass er nach nun dreißig Monden, die die Gruppe nun besteht, seinen Alpha allmählich entziffern konnte. Und natürlich auch, weil er weiß, dass Sodom gerne seine Anhänger trainierte, um die Gruppe selbst zum Erfolg zu bringen und sie stärker werden zu lassen. Sowohl in der taktischen als auch in der physischen und psychologischen Kriegsführung.

Die Augenbrauen gehoben, sah der vierzehn Monde jüngere Kater seinen Gesprächspartner an. "Wie du meinst, Sodom. Nur unterstelle mir niemals, ich sei dumm oder zu nichts zu gebrauchen. Schließlich war ich derjenige, der auf deinen Geheiß die Pusteblume vor fünfundzwanzig Monden erledigt hatte. Oder hast du es wieder vergessen, mein Alpha?", rief Kaleo ihm hoffentlich wieder ins Gedächtnis. Vor all diesen Monden war er derjenige, der Tauauge, ein Clankater und der erste Mord ausgehend von den Nachtjägern, umgebracht hatte. Die Clankatzen fürchteten seit jeher die Gruppe, die sie so wundervoll 'Nachtjäger' nannten. Kaleo war es zu verdanken, dass die Gruppe einen Namen erhielt und ein gefürchtetes Image aufbaute. Sodom sollte dies niemals vergessen. Auch wenn Kaleo ihm dies in Zukunft immer wieder ins Gedächtnis rufen würde.

"Wann, meinst du, wären wir wieder bereit, anzugreifen? Sollen sie noch länger als drei Monde zittern und bangen? Willst du das mit deiner psychologischen Kriegsführung erreichen?" Während er Sodom fragte, was die Zukunft bringen mochte, blickte er zurück zum DunstClan. Die Krallen immer wieder ein- und ausfahrend. "Abgesehen vom ständigen Trainieren und Jagen… wie können wir, kann ich nützlich sein? Ich will weitere Dinge bewirken. Will die Nachtjäger voranbringen und wachsen sehen." Nichts war gelogen. Er hoffte darauf, endlich wieder etwas Sinnvolles in den Reihen der Nachtjäger tun zu können. Kaleo wollte nicht länger nur herumsitzen und hinüber zum Territorium der schwächlichen Katzen blicken. So gerne würde er ein Zeichen setzen wollen. Ihnen zeigen, wer demnächst der Anführer des Waldes sein wird: Sodom. Sodom und seine Nachtjäger.

Angesprochen | @Sodom

Erwähnt | @Sodom, † Tauauge, † Storm

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BeitragThema: Re: Die Geisterstadt [Lager]   Die Geisterstadt [Lager] EmptyDi Apr 06, 2021 4:20 pm

Oscar
Der junge Kater saß auf einem Fenstersims, halb im Schatten verborgen sodass er nicht gesehen wurde. Das erste Licht der Dämmerung war bereits am Himmel zu sehen gewesen als er von der Jagd zurückgekehrt war. Deswegen hatte er gedacht, dass er heute einen Tag Pause verdient hatte oder jedenfalls auszuschlafen. Seit Beere vor knapp einem Mond geflüchtet war hatte Oscar das Gefühl, dass Sodom, der Alpha der Nachtjäger, sie alle noch härter ran zu nehmen als er es sonst schon tat und vor allem hatte er es auf ihn abgesehen. Oscar war froh, dass ihm die anderen Katzen glaubten, dass Beere ihn tatsächlich überwältigt hatte und keinen Verdacht schöpften. Er war sich sicher, dass Sodom ihn einen Kopf kürzer machen würde wenn er herausfand, dass er sie absichtlich hatte fliehen lassen. Ihm war das noch nie zuvor geschehen, seit er sich vor knapp 10 Monden den Nachtjägern angeschlossen hatte war er ihnen immer treu ergeben gewesen und hatte nicht einmal im Traum daran gedacht einen von ihnen zu verarten. Beere hatte wohl etwas in ihm geweckt, dass er zuvor nicht gekannt hatte. Aber jetzt war sie weg und er konnte sich wieder auf seine Aufgabe bei den Nachtjägern konzentrieren. Oscar gähnte und streckte sich, vielleicht sollte er langsam wieder auf die Jagd gehen. "Warum schaust du so dumm Richtung Dunst-Clan? Hmm du würdest am liebsten jetzt rüber rennen und gegen diesen elendigen Clan kämpfen, richtig?" Der junge Kater zuckte zusammen als er Sodoms Stimme vernahm, doch sein Alpha hatte nicht mit ihm gesprochen. Oscar beugte sich etwas zur Seite um an der Wand des Zimmerbeinernest vorbei schauen zu können; Sodom stand am Flussufer zusammen mit Kaleo der Wind trug die Worte der beiden zu ihm nach oben. Doch er hatte keine Lust zu lauschen und auf keinen Fall wollte er entdeckt werden, Training war zwar wichtig aber nicht 24/7 so wie es Sodom von ihnen verlangte. Manchmal könnte man meinen diese Warterei macht ihn nervöser als die Clankatzen... Oscar streckte sich und sprang vom Fenstersims hinab auf den Weg. Von hier aus hatte er einen ungehinderten Blick hinab zum Fluss Kaleo und Sodom schienen über etwas zu diskutieren. „...unterstelle mir niemals, ich sei dumm oder zu nichts zu gebrauchen. Schließlich war ich derjenige, der auf deinen Geheiß die Pusteblume vor fünfundzwanzig Monden erledigt hatte. Oder hast du es wieder vergessen, mein Alpha?", miaute Kaleo gerade. Oscar spitzte die Ohren und war gespannt auf die Antwort.

Angesprochen: /
Erwähnt: @Kaleo, @Sodom, @Beere
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BeitragThema: Re: Die Geisterstadt [Lager]   Die Geisterstadt [Lager] EmptySo Apr 25, 2021 2:23 pm

Sodom #2

Schon hatte der riesige Kater seinen Untergeordneten angesprochen hatte dieser schon eine Antwort parat, die Sodom zeigte wie wichtig der Kater sich anscheinend sah. "Denkst du denn ernsthaft das es Relevanz hat, wer die erste Clankatze in einem Hinterhalt umgebracht hat? Das hätte jeder hier genauso gekonnt. Wenn ich möchte gehe ich heute Nacht alleine in das Territorium des Clans und tue das selbe."  er atmete noch einmal tief durch, so als ob ihn das Gespräch nerven würde. "Wenn du noch dabei bist deine Erfolge zu zählen, hast du wohl noch zu wenige davon, als das du damit angeben könntest oder stolz darauf sein darfst. Ein Mord aus dem Schutz der Dunkelheit macht dich noch lange nicht zum guten Kämpfer. Sag mir, kannst du es mit drei Gegnern gleichzeitig aufnehmen? Ohne einen Überraschungseffekt? Der Clan mag zwar aus Schwächlingen und Pusteblümchenliebhabern bestehen, aber sie sind mehr als wir. Wahrscheinlich viel mehr. Unsere Überfälle haben sie nicht geschwächt. Unsere Überfälle haben sie erschreckt. Das ist ein entscheidender Unterschied." Sodom scherte sich nicht wirklich ob Kaleo seine Worte verstand oder nicht. Er wollte lernen, dann würde er dem Kater heute eine Lehrstunde erteilen. Auf die Frage seines Gesprächspartners wann sie bereit seien anzugreifen musste Sodom sich unterdrücken ihm nicht einen Prankenschlag zu verpassen und auch die anfänglichen Worte seines Satzes ließen diese Wut nicht verpuffen. "Stell dir vor: Vor dir steht der Anführer des Clans. Du kennst ihn. Sein Clan ist kein Geheimnis für dich. Seit Monden schon. Er ist kein schlechter Kämpfer, gewinnt die meisten seiner Kämpfe. Er ist überall bekannt, für seine Erfolge und für seine Fehler." Sodom kritzelte als er redete mit seinen Krallen einen kleinen Kreis in den Boden, um seine Worte zu untermauern. Als er meinte das der Clan viele Katzen an Streuner verloren hätte zog er einen Strich durch den Kreis. Er zog seine Pfote wieder zurück und redete weiter, als er begann einen neuen Kreis in den Boden einzuritzen. "Und dann stell dir einen Anführer vor von dem du nur aus Legenden gehört hast. Er hat zehn oder mehr Clans besiegt und hat eine Schlacht noch nie unbesiegt oder mit einer Wunde verlassen. Doch er zeigt sich nur wenn es ernst wird. Aber wenn er sich dann zeigt verbreitet er durch seinen Ruf alleine Angst und Schrecken." erneut hatte er einen Kreis in den Boden gezogen, doch nun malte er weitere kleinere Kreise in den Sand, bei jedem neuen Argument was er da brachte. "Gegen welchen der beiden Anführer würdest du lieber kämpfen?" Sodom wollte ihm damit zeigen was psychologische Kriegsführung erreichen konnte. Sodom machte nur eine kurze Pause und schaute Kaleo mit ruhigen Augen an. Seine Antwort würde ihn jedoch nicht wirklich interessieren. Denn er würde seinen Standpunkt sicher nicht ändern. "Du willst nützlich sein? Komm mit." ohne auf eine Antwort zu warten drehte der Gigant um und steuerte auf die Kadaver zu die vor seinem Bau lagen. Der Alpha dachte nicht im Traum daran Kaleo seinen Plan mitzuteilen. Er hatte Sodom zu folgen und nicht zu hinterfragen. Ohne vor dem stechenden Gestank zurückzuschrecken nahm er den Raben ins Maul und deutete mit seiner linken Pfote auf den Hasen daneben. Diesen sollte Kaleo mitnehmen. Ohne sich noch zu vergewissern ob Kaleo seinem Befehl befolgte steuerte er auf die Flammenbrücke zu.

Die Geisterstadt -----> Flammenbrücke
Angesprochen: @Kaleo
Erwähnt: Ameer


Zuletzt von Sodom am Sa Mai 08, 2021 9:51 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geisterstadt [Lager]   Die Geisterstadt [Lager] EmptySa Mai 08, 2021 9:50 pm


Post Nr. 003
Nachtjäger x 42 Monde

Kaleo

Irgendwie fand er es eigenartig. Er schätzte und respektierte Sodom. Doch dass er ihm unterstellte, nicht gut genug zu sein, fand er nun auch zu übertrieben. "Denkst du denn ernsthaft das es Relevanz hat, wer die erste Clankatze in einem Hinterhalt umgebracht hat? Das hätte jeder hier genauso gekonnt. Wenn ich möchte gehe ich heute Nacht alleine in das Territorium des Clans und tue das selbe. Wenn du noch dabei bist deine Erfolge zu zählen, hast du wohl noch zu wenige davon, als das du damit angeben könntest oder stolz darauf sein darfst. Ein Mord aus dem Schutz der Dunkelheit macht dich noch lange nicht zum guten Kämpfer." So langsam war er gekränkt. Was dachte Sodom denn? Dass er unfähig war, irgendetwas zu tun? Nur weil er ein Riese und der Alpha war, heißt es noch lange nicht, dass er das Recht dazu hatte, Kaleo niederzumachen. Doch er ließ sich nichts anmerken. Es würde doch sowieso nichts ändern. Sterben wollte der dunkelbraune Kater nun auch nicht. Er wollte bei den Nachtjägern weiter aufsteigen, doch mit einem solch niederträchtigen Kater war dies unmöglich.

Fragend beobachtete Kaleo das Gekritzel seines Alphas. Was genau hatte er mit den Kreisen, die er in den Boden ritzte, vor? Sollte es ihn einschüchtern? Keinesfalls. Das schaffte bisher niemand. Fast hätte Kaleo angefangen zu lachen, so lächerlich waren die Bewegungen Sodoms, doch im selben Moment stellte dieser dem dunkelbraunen Kater eine wohlmöglich rhetorische Frage, die sein psychologisches Spielchen und seine Gedanken unterstreichen sollte. "Gegen welchen der beiden Anführer würdest du lieber kämpfen?"
Eine gute Frage. Doch Kaleo interessierte sie nicht. Was hatte das alles mit ihm und den Nachtjägern zu tun? Er wollte einfach nur kämpfen, sich rächen, den Clan schwächen und ihm zeigen, dass die Nachtjäger die Herrscher über das Seegebiet waren. 'Ohne Umschweife auf meine Fragen zu antworten, kann er wohl nicht', dachte sich Kaleo während er zur anderen Seite des Flusses starrte. Wie gerne wäre er jetzt dort drüben und würde Unheil verbreiten...

"Du willst nützlich sein? Komm mit", hörte er Sodom sagen, ehe er aufstand und das Ufer verließ. Kaleo blickte ihm mit seinen stechenden smaragdgrünen Augen hinterher. Der ehemalige Streuner wollte ihm nicht nachlaufen. Wollte eigenständig handeln und sich nicht herumkommandieren lassen. Er lebte zwar nun seit fünfundzwanzig Monden bei den Nachtjägern und hat in gewisser Weise geholfen, die Gruppe aufzubauen, aber die Befehle von Sodom befolgte er immer nur halbherzig, zeigte nach außen hin jedoch, dass er immer auf Kaleo setzen konnte. Immer hat er abgeliefert. Immer hat er das getan, was von ihm gewollt wurde. Immer tat Kaleo das, was für die Nachtjäger am besten war. Irgendwann würde er noch die Chance kriegen, sich an den Mörder seines Vaters zu rächen und einen Vergeltungsschlag zu verüben.

Kurz sah er wie Sodom sich einen Raben nahm und Kaleo zeigte, er solle sich einen Hasen nehmen. Er mochte keine Hasen. Mochte er noch nie. Und doch musste er ihn sich schnappen.
Gemächlich stand der nun auf, sah ein letztes Mal auf die Wasseroberfläche und trabte dann Sodom hinterher. Mit seinen weißen scharfen Zähnen nahm er den braunen Hasen und folgte seinem Alpha aus dem Lager hinaus. "Und wehe meine Zeit wird nun ein weiteres Mal verschwendet", flüsterte Kaleo außer Reichweite Sodoms.

tbc: Flammenbrücke

Angesprochen | @Sodom

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